Viele Einsätze vorerst unmöglich.

Mit wirksam werden der neuen Drohnenverordnung zum 7. April 2017 müssen wir mitteilen das ein erheblicher Teil von Projekten derzeit nicht mehr umsetzbar ist. Dies betrifft auch einige bereits vorgeplante Aufnahmen.

Mit der neuen Verordnung, von Verkehrsminister Dobrindt auf den Weg gebracht, wurden einige Neuregelungen durchgeführt welche insbesondere Multicopter wie unsere betreffen.

Insbesondere der Paragraph 21 Punkt 5, indem der Einsatz verboten wird:

über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen, soweit nicht die zuständige Stelle dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat,

hat es in sich. Das man private Betreiber davon abhält ist nachvollziehbar. Wir waren davon ausgegangen das die „zuständige Stelle“, hier wird das jeweilige Landesluftfahrtamt genannt, auch für gewerbliche Zwecke Genehmigungen erteilen kann. Dem ist nun aber scheinbar nicht so, denn auf erste Anfragen hin haben die Ämter angegeben solche Ausnahmegenehmigungen nicht erteilen zu wollen.

Wir sind bisher davon ausgegangen das dieser Punkt einen finanziellen Einfluss auf Einsätze hat durch die notwendige Einholung der Sondergenehmigung und damit anfallenden Gebühren. Da diese aber aktuell gar nicht gegeben wird, wäre der Einsatz an diesem Objekten illegal.

Autofahrer könnten abgelenkt werden

Wir sind vor allem darüber erzürnt wie bei dieser Sache argumentiert wurde. In der begleitenden FAQ zur neuen Verordnung wurde diese Regelung so erläutert das man im besonderen bei den Bundesstraßen die Gefahr sieht das Autofahrer von einer fliegenden Drohne abgelenkt werden könnten. Wir halten das für möglich, aber dann wäre hier keinerlei Unterschied zu machen mit Bundesstraßen oder anderen. Auf allen Straßen wo Autos unterwegs sind besteht die Chance das ein KFZ Führer nicht auf die Straße schaut sondern zu einem Flugobjekt am Himmel, so er dieses wahr nimmt.

Wir bitten um Verständnis das wir diverse Aufträge absagen müssen, aktuell gibt es keine andere Möglichkeit. Wir werden das Thema verfolgen und bleiben dran. Wir hoffen das hier etwas in die Gänge kommt womit das Luftfahrtamt eine entsprechende Genehmigung erteilen kann, die Genehmigung für den Endkunden bezahlbar bleibt und schnell genug eingeholt werden kann. Sollte dies in den nächsten Wochen nicht erfolgen werden wir uns leider aus diesem Wirkungsbereich zurück ziehen.

Wir haben beim Thüringer Landesverwaltungsamt schriftlich nachgefragt wie dies im speziellen in Thüringen in Zukunft gehandhabt werden soll, bisher aber noch keine Antwort erhalten.

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